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Die Agrarministerkonferenz spricht sich gegen zusätzliche Öko-Regelung in der GAP aus.
In Rheinland-Pfalz warten aber viele rinderhaltende Betriebe auf eine Weideprämie.
Das statistische Landesamt hat zur Weidehaltung von Rindern im Kalenderjahr 2019* festgestellt, dass etwa 75% der Betriebe etwa 50% der Rinder auf der Weide halten. Absolut gesehen sind das über 100 000 Tiere. Von den etwa 150 000 Milchkühen werden zusätzlich etwa 1/3 auf der Weide gehalten.
*bei der Datenerhebung wurden Kleinstbetriebe nicht berücksichtigt,die Zahlen werden aus einer Stichprobenerhebung auf das Land hochgerechnet.Nachfragen zu den Daten per Email bei
Marlene Herzog, Bäuerin Gemischtbetrieb, Contwig in Rheinland-Pfalz
Die AbL Rheinland-Pfalz/Saarland fordert eine zusätzliche Ökoregelung Weideprämie für Milchkühe!
Grünlandbetriebe müssen stärker gefördert werden. Für das Tierwohl, für das Klima und für die Vielfalt!
Der Bundestag hat das schon beschlossen. Jetzt muss es umgesetzt werden!
Hier kurz und eindrücklich erklärt von Kirsten Wosnitza, Milchbäuerin aus Schleswig-Holstein
Weideprämie statt Förderung mit Gießkanne #biodiversität #animalwelfare #tierwohl #landwirtschaft
https://youtube.com/watch?v=7dyFPCQjNRI&si=ldG4AYsNVDvi3y7jt
Mehr zu dem Beschluss der Agarministerkonferenz und dessen Folgen unter
Pressemitteilung Bundesverband "AMK fasst absurden Beschluss zur Weideprämie und GAP"
https://www.abl-ev.de/aktuelles/details/amk-fasst-absurden-beschluss-zur-weidepraemie-und-gap
Judith Hertzler
vom Redaktionsteam
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Die Abl startet eine Aktion zur Forderung einer Weideprämie und freut sich über viele Teilnehmer:
„Lässt du deine Kühe in den nächsten Tagen auch auf die Weide? Dann zeig uns diesen tollen Moment:
1. Filme oder fotografiere den Weideaustrieb im Hochformat. Gerne kannst du dazu einen kurzen Kommentar sprechen oder schreiben, was die Weidehaltung Dir bedeutet und warum eine Weideprämie dringend erforderlich ist.
2. Lade das Video oder das Bild auf Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #Weideaustrieb2025 hoch und tagge @abl_ev_de. Wenn du kein Social Media hast, kannst du uns deinen Beitrag gerne per Mail schicken, an
3. Alle Beiträge werden in der AbL-Instagram-/Facebookstory geteilt: damit noch mehr Menschen sehen, was zukünftig ohne Weideprämie leider immer seltener wird.“
Schau dir das Reel an -> KLICK!
Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland
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Durch die drastische SLVFG - Beitragserhöhung (https://www.abl-rlp-saar.de/index.php/meldungen/179-drastisch-steigende-berufsgenossenschaftsbeitraege), teilweise über 25%,seit Juli 2024 -nahm die SLVFG ca.100 Mio Euro mehr ein. Dies wurde damit begründet,dass die Parkinson Erkrankung (https://www.abl-rlp-saar.de/index.php/meldungen/148-krank-durch-pestizide) nun als Berufskrankheit anerkannt würde. Dies ist grundsätzlich zu begrüßen.
Nach Angaben von CBG (Coordination gegen BAYER-Gefahren, https://www.cbgnetwork.org/) gibt es ca. 8000 Parkinson Patienten unter den Mitgliedern der SLVFG. Um aber Leistungen der SLVFG der Versicherung für die Patienten zu erlangen, müssen diese den Nachweis erbringen, dass sie an über 100 Tagen Pestizide angewendet haben. Das ist für die Betroffenen aber sehr schwer bis unmöglich. Knapp 5200 Anträge ihrer Mitglieder hat die Versicherung nach eigenen Angaben bereits abgelehnt. Ca. 3000 prüft sie noch. Es ist nach unserer Einschätzung davon auszugehen, daß auch diese mehrheitlich abgelehnt werden.
Was macht nun die SLVFG mit den 100 Mio mehr Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen? Bekommen nun die Mitglieder ihre Beiträge zurück? Und warum werden nicht die Verursacher/Pestizidhersteller und Zulassungsbehörden zur Kasse gebeten?
Dazu Brigitte Hincha-Weisel (CBG, Coordinatioon gegen BAYER-Gefahren)
Die Gefährdeten selbst sollen also zahlen und nicht die Gefährder. Das geht nicht an. BAYER und die anderen Pestizid-Produzenten müssen hier ihren Beitrag leisten!
Auf Antworten der SLVFG warten wir gespannt.
Claus Debnar
vom Redaktionsteam
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Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Bauernkriegsmuseen präsentiert gemeinsam eine Wanderausstellung anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Bauernkrieges.
Ab dem 5. April wird sie 4 Wochen lang in der Protestantischen Kirche in Landau-Nußdorf zu sehen sein, samstags und sonntags jeweils von 14 – 16 Uhr.
Es werden Persönlichkeiten aus verschiedenen Regionen vorgestellt, die damals für ihre Rechte kämpften. Wer waren diese Menschen, die an eine neue gesellschaftliche und religiöse Ordnung dachten? Wer waren die Mächtigen, die sich in ihren Privilegien bedroht sahen und mit aller Härte gegen die Aufständischen vorgingen? Zu sehen ist die große regionale wie menschliche Spannweite des Themas.
Beim Erinnern an die Ereignisse von damals kann man nicht umhin, auch die aktuellen Geschehnisse zu betrachten und sich die Frage zu stellen, welche Themen von damals heute immer noch aktuell sind!
Die Jahrhunderte dazwischen haben viel Veränderung gebracht und der Stand der Bäuerinnen und Bauern ist heute ein weit besserer. Und dennoch lassen sich einige Parallelen ziehen und der ein oder andere Punkt kommt einem doch irgendwie bekannt vor!
Waren es zum Beispiel damals die Kirchen und Adeligen, die den Bauern das Recht auf Eigenständigkeit und freies Arbeiten verwehrten, so sind es heute die Politik, riesige Konzerne und Lobbys, die uns durch wachsende Macht und Einfluss das Leben und Arbeiten schwer machen?
Auch in der Abl ist dieses Thema vertreten und der Arbeitskreis „Bauernkrieg“ befasst sich mit damals und heute. Sie wollen an den Mut der Menschen von früher erinnern, die den Widerstand gewagt haben, aber genauso aufzeigen, wo es auch heute noch Mut und Widerstand braucht!
Weitere Infos zum Arbeitskreis und Kontaktmöglichkeiten für interessierte Mitdenker gibt es hier AbL e.V.: Bauernkrieg 1524-1525
Link zur Ausstellung:
https://www.pfalz.de/de/veranstaltung/wanderausstellung-aufbruch-bis-zum-ende
Link zur Arbeitsgemeinschaft der deutschen Bauerkriegsmuseen
https://www.bauernkriegsmuseen.de/
Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland
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Im Juli gingen die neuen Beitragsbescheide der SVLFG bei den Mitgliedern in Rheinland-Pfalz ein. Aus der Fachpresse und von der SVLFG selbst wurden drastische Beitragserhöhungen gemeldet. Neue Leistungen, die im Rahmen der Anerkennung von Parkinson als Berufskrankheit (https://www.abl-rlp-saar.de/index.php/meldungen/148-krank-durch-pestizide) auf die Solidargemeinschaft zukämen, würden diese Beitragserhöhungen unumgänglich machen. Die SVLFG dazu lapidar:
Obwohl bisher nicht verlässlich beurteilt werden kann, in welchem Umfang „Parkinson“ zu zusätzlichen Leistungsausgaben führen wird, musste der Vorstand im Rahmen der Beitragshebung eine weitere Betriebsmittelzuführung in Höhe von 100 Mio. Euro beschließen.
Die AbL Rheinland-Pfalz -Saarland regte am 14.8. ihre Mitglieder zum Widerspruch gegen diesen Bescheid auf, wenige Tage später folgten die jAbL und die Bundes-AbL mit einer Mitteilung, dass Agrarverbände zum Einstig ins Weidferspruchsverfahren aufrufen (https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/agrarverbaende-rufen-zum-widerspruch-gegen-die-unfallversicherungsbeitragsbescheide-auf).
Unmut erregte die Beitragserhöhung von allem bei unseren Bio-Mitgliedern und reinen Grünlandbetrieben, zu deren Berufsrisiken der Umgang mit Pestiziden nicht oder sehr nachrangig gehört. Doch gerade diese, so unsere Vertreterinnen und Vertreter in der SVLFG-Versammlung sollen nun den größten Teil der Geldlücken schließen.
Dazu Bernd Schmitz, Geschäftsführer der Bundes-AbL:
Parkinson als Berufskrankheit anzuerkennen, ist richtig. Die Kosten dafür aber auf alle Bäuerinnen und Bauern umzulegen, ist unfair. Reine Grünlandbetriebe und ganz besonders Bio-Betriebe müssen damit Kosten tragen, die sie nicht verursacht haben. Hier muss das Verursacherprinzip gelten und die Hersteller der Pflanzenschutzmittel oder die Zulassungsbehörden von der Berufsgenossenschaft zur Kasse gebeten werden.
Wir hoffen, ihr habt euch dem Widerspruchsverfahren angeschlossen - haltet uns dazu gerne auf dem Laufenden.
Ihr habt die Anregung zum Widerspruchsverfahren nicht erhalten? Sagt uns, wie und wo wir euch besser erreichen können!
Quellen:
https://www.svlfg.de/beitrag-lbg
https://www.svlfg.de/pm-parkinson-syndrom-berufskrankheit
https://www.svlfg.de/pm-bg-hebung
Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland
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Ein weiterer Etappensieg für die gentechnikkritische Bewegung: Es war wahrscheinlich Spitz auf Knopf und der Druck enorm hoch: bis zum Schluss hat die belgische Ratspräsidentschaft versucht, den EU-Agrarministerrat dazu zu überreden, dem Verordnungsentwurf der EU-Kommission zuzustimmen - erfolglos! Anstatt schnell einer kompletten Deregulierung neuer Gentechnik (NGT)-Pflanzen zuzustimmen, ist Vorsorge und genaue Prüfung der Auswirkungen des Vorschlags zunächst weiter angesagt. Ab dem 1. Juli folgt Ungarn und ab 1. Dezember Polen als Ratspräsidentschaft. Es ist zu hoffen, dass diese beiden die vielen offenen ökologischen, wirtschaftlichen, juristischen und wissenschaftlichen Fragen kritisch prüfen.
Aus bäuerlicher Sicht ist der Verordnungsvorschlag weiterhin abzulehnen, denn die bisherigen Kompromissvorschläge führen nicht dazu, dass das Recht auf gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung gesichert ist. Die AbL und andere gentechnikkritische Organisationen begrüßten, dass es nicht zu einer Abstimmung im Rat gekommen ist.
Weitere Informationen:
Bericht in der Unabhängigen Bauernstimme - Trotz Druck bleibt EU-Ministerrat kritisch
https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/default-3466de9dc6
Neuer Bericht über aktuelle Patentanträge deckt "Scheinerfindungen" auf
https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/crispr-patente-blockieren-konventionelle-pflanzenzucht
Mitmachen:
Bitte unterschreibt die Petition von AbL-Bäuerin Bärbel Endrass: Kennzeichnung und Regulierung aller Gentechnik-Pflanzen erhalten!
https://www.abl-ev.de/initiativen/gentechnikfrei-petition
AbL-Aktionswochen für eine gentechnikfreie Landwirtschaft
https://www.abl-ev.de/themen/gentechnikfrei/aktionswochen-gentechnikfrei-sept-2024
Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland
