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Wir hatten im März darüber informiert, dass die Bereitstellung eines Impstoffs gegen Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern in Aussicht steht.

Gestern kamen in kurzer Abfolge Meldungen vom Wochenblatt und vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium (via AbL-Rundbrief), dass es erhebliche Probleme mit dem Impfstoffen gibt und die Impofstofffe zurückgerufen werden müssen.

Heute teilt der Landesverband für Schaf- und Ziegenzucht in RLP aus nicht genannter Quelle mit:

Hiermit möchte ich Sie darüber informieren, dass die Firma SAN Group Biotech Germany GmbH in Höltinghausen am 22.04.2024 mitgeteilt hat, dass alle im April 2024 ausgelieferten Chargen des autogenen Impfstoffes gegen Bluetonguevirus Serotyp 3 (BTV-3) ANIVAC BTV-3 zurückgerufen werden, da bei Nachuntersuchungen Mängel bei Inprozesskontrollen festgestellt wurden und es nach Impfungen zu Nachweisen des Virus mittels PCR kam. Tierärzte wurden durch die Firma informiert, dass die Verabreichung des Impfstoffes umgehend gestoppt werden muss. Den Rückruf der Firma (incl. Chargen Nummern) finden Sie in der Anlage. Derzeit erfolgen weitere Untersuchungen des Impfstoffs. Aktuell wird kein Impfstoff der Firma mehr ausgeliefert.

In der letzten Woche wurden in Rheinland-Pfalz erste Betriebe mit dem ANIVAC BTV-3-Impfstoff geimpft. Betroffene Veterinärämter, Tierärzte und Betriebe in Rheinland-Pfalz wurden entsprechend über den Rückruf informiert. Bereits geimpfte Tiere sollen regelmäßig tierärztlich beobachtet werden. Beim Auftreten von klinischen Symptomen (z.B. Fieber, Milchrückgang, Apathie, Schwellungen am Kopf, Läsionen im Maul-/Schleimhautbereichen) sollte umgehend das zuständige Veterinäramt informiert werden. Die Betriebe werden gebeten, alle möglicherweise im Zusammenhang mit der Impfung stehenden Reaktionen bei Tieren zu melden und zu dokumentieren.

Tiere aus geimpften Betrieben dürfen vorsorglich nicht verbracht werden. Auch sind diese mindestens für 30 Tage mit einem Repellent gegen den Angriff von Gnitzen zu schützen und wenn möglich aufzustallen (dient ebenfalls dem Gnitzenschutz).


Wer schon Impfstoffe bestellt oder angewendet hat, sollte sich unverzüglich mit seinem Hoftierarzt in Verbindung setzen.

Der Vorstand der AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

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