Beim Online-Stammtisch der AbL-Rheinland-Pfalz-Saar am 2.5. begeiterte Ottmar Ilmann eine gebannte ZuhörerInnenschaft aus AbLerInnen und Gästen.

Mit hoher Geschwindigkeit hatte die EU mit der Aufweichung von den GLÖZ-Regeln 1, 7 und 8 auf die Proteste der europäischen Bauernverbände reagiert. Bei deutscher Enthaltung fiel vor allem die Regel, 4% Brachland anzulegen weg (GLÖZ 8). Diese Regel war in der Vergangenheit schon mehrfach ausgesetzt gewesen. Auch Fruchfolgevorgaben (GLÖZ 7), die zum Beispiel reine Maisfruchtfolgen verhinderten, fallen weg. Für Grünland wird das Umbruchverbot (GLÖZ 1) so gelockert, dass Wiesen und Weiden in den Ländern in dem Maß umgebrochen werden können, wie die Tierhaltung rückläufig ist. Dabei werden beim Rückgang der Tierhaltung sogar Schweine und Hühner berücksichtigt, die meist gar nicht auf Grünland gehalten werden.

Und dann - es könnte fast eine AbL-Forderung gewesen sein: Betriebe unter 10 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche unterliegen keiner Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden mehr. Bei näherem Hinsehen wird aber klar, dass es sich auch hier wohl vor allem um einen Schnellschuss handelt: Unter diese Erleichterung fallen in Deutschland nur etwa 3 % aller Betriebe, in der gesamten EU sind es dagegen sind es fast zwei Drittel. Da stehen wir also mit unserer Landwirtschaft im europäischen Vergleich! Und ist ein 10-ha Gemüsebau- oder Sonderkulturbetrieb wirklich so klein, dass er von Kontrollen ausgenommen werden kann, die bei einem etwas größeren Grünlandbetrieb weiterhin durchgeführt werden?

Zur den Regeländerungen gab es keine Einspruchsmöglichkeit und bemerkenswert wenig Widerstand von Nichtregierungsorganisationen.

Ottmar Ilchmann dazu: "Es wurden Produktionshemmnisse beseitigt, statt - wie versprochen - Bürokratie abgebaut. Zur Unterstützung der Landwirtschaft wären aber eigentlich Marktlösungen erfoderlich gewesen."

Die StammtischteilnehmerInnen drückten ihre Besorgnis darüber aus, dass mit der Aufweichung der GLÖZ-Regeln die Erreichung der Klima- und Biodiversitätsziele unwahrscheinlicher werden. Ob sich die Regeländerungen in Rheinland-Pfalz auswirken, hängt auch von der Landesgesetzgebung ab. So ist der Schutz von Dauergrünland schon seit über 10 Jahren in Rheinland-Pfalz über das Landesnaturschutzgesetz umgesetzt. Und welche Auswirkungen der Kontrollen-Verzicht bei Kleinbetrieben haben wird, könnte spannend zu beobachten werden. Umwelt- und Sozialstandards sind aus Sicht der AbL kein Ballast, sondern notwendiger Teil langfristig tragfähiger Lösungen

Die AbL Rheinland-Pfalz-Saarland dankt Ottmar Ilchmann für den ruhig vorgetragenen, kurzweiligen und informativen Impulsvortrag.

Siehe auch: https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/die-abgeordneten-muessen-die-aufweichung-ablehnen

 

Der Vorstand der AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Zählt da wirklich jeder Hof?

BauernstimmeDas haben wir uns gefragt, als wir uns die Hofgründungsförderungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland angesehen haben. Unsere eher kritische Einschätzung haben wir in einem Artikel in der aktuellen Bauernstimme  aufgeschrieben.

Hier den Artikel als PDF herunterladen.

Andere Bundesländer sind gerade dabei, ähnliche Förderprogramme wie bei uns aufzulegen. Vielleicht lässt sich das, was bei uns nicht so gut ist, dort besser machen. Trotzdem: Rheinland-Pfalz und Saarland waren an diesem Punkt Vorreiter - Chapeau!  

Wir möchten nun herausfinden, wie die Programme in unseren Bundesländern nach etwas über einem Jahr Laufzeit angenommen wurden. Die Ergebnisse unserer Anfragen an die Ministerien werden wir hier vorstellen.

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Holger Hellwig und Marlene Herzog

Die solawi Mainz  feierte mit vielen Gästen, Verkaufs- und Informationsständen ihren Saatguttag am 28.4.2024. Als Referent trug Dr. Johannes Kotschi von OpenSourceSeeds.org  zum Thema "Saatgut als Gemeingut schützten - die Open-Source Strategie" zu einem für die solawi aktuellen Thema vor.

Der Vortrag auf der Veranstaltung wurde durch die AbL-Rheinland-Pfalz-Saarland finanziell unterstützt.

Ein Veranstaltungsbericht findet sich auch in der Allgmeinen Zeitung Mainz

Der Vorstand der AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

 

Die AbL Rheinland-Pfalz-Saarland freut sich, den Sprecher für Agrarpolitik der AbL, Ottmar Ilchmann beim Online-Stammtisch am 2.5.2024 um 20:30 Uhr begrüßen zu dürfen.

Ottmar Ilchmann zur zur vorgezogenen Abstimmung zur GAP im Europaparlament:

"Was die Europäische Kommission vorschlägt, ist kein Bürokratieabbau, sondern das Abschmelzen sozialer und ökologischer Grundanforderungen."

Siehe auch : https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/die-abgeordneten-muessen-die-aufweichung-ablehnen

Unser monatlicher Stammtisch findet immer am ersten Donnerstag des Monats als Videokonferenz statt. Die Zugangsdaten können hier bis unmittelbar vor der Veranstaltung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. angefordert werden.

Wir freuen uns alle alten und jungen AbLerInnen und viele agrarpolitisch Interessierte begrüßen zu dürfen.

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Der neue AbL-newsletter vom 17.4.2024 ist da. Das sind die Themen:

*** Bäuerlicher Widerstand in Europa - Zum Tag des bäuerlichen Widerstands
*** Liebes AbL-Mitglied, werde laut für Europa!
*** AbL in den Medien


Der Newsletter kann HIER direkt angefordert werden.

Viel Spass beim Lesen wünscht der
Vorstand der AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Georg Janßen, ehemaliger Geschäftsführer der Bundes-AbL und Geschäftsführer der IG Nachbau weist Pläne der Züchter und der Saatgut-Treuhand zurück.

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von November 2023 gegen einen Landhändler berichten landwirtschaftliche Medien, dass der Landhandel Überprüfungen der Herkunft beim Ankauf von Getreide vornehmen soll.

Zur Original-Meldung BITTE HIER KLICKEN

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