Einladung zur Bodentagung

Samstag, 8. Februar 2020 von 9 Uhr bis 13.30 Uhr im WBZ Ingelheim

CO2 ist in aller Munde. Dabei wäre es im Boden viel besser aufgehoben. Wie das geht, zeigen wir bei der Bodentagung für Rheinhessen in Ingelheim.

Die Tagung richtet sich an Landwirte, Unternehmen und Bürger in Rheinhessen, die gemeinsam und solidarisch die Landwirtschaft der Zukunft entwickeln. Ein großer Schritt zum aktiven Klimaschutz in der Region und im Land.

Schon 1% mehr Humus auf den Äckern in Rheinland-Pfalz kann die gesamten CO2-Emissionen eines Jahres binden. Regional und wertschöpfend für alle. Anders als viele technische Lösungen schafft Humusaufbau Zusatznutzen. Wasser und Nährstoffe bleiben im Boden, unser Essen schmeckt und ist gesund.

Schon 1% mehr Humus auf den Äckern kann die gesamten CO2- Emissionen eines Jahres dauerhaft binden. Die Bodentagung zeigt, wie wir die Landwirtschaft der Zukunft gemeinsam schaffen.

Statt Verursacher können Landwirte Teil der Lösung werden und klimaschädliche Emissionen aus der Region in Form von Humus zu binden. Unternehmen finanzieren diese wichtige Zukunftsarbeit, indem sie Humuszertifikate kaufen und sich damit CO2 neutral stellen. Das Verfahren, Humus aufzubauen und die Anreicherung auch wissenschaftlich fundiert zu dokumentieren, ist seit über 10 Jahren u.a. in Österreich etabliert.

Die Stiftung Lebensraum setzt die Humuszertifikate jetzt in Rheinland-Pfalz um.

 

Mehr Infos in der Einladung und im Flyer

Einladung zur Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Eifel e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland

Sonntag, 09. Februar 2020 ab 09:30 Uhr
im DGB-Haus, Kaiserstraße 26-30 in Mainz

 

Tagesordnung

  • 09:30 – 10:00 Uhr Ankunft, Kaffee
  • 10.00 – 10:05 Uhr Begrüßung, Protokollführung
  • 10.05 – 10:15 Uhr Bericht über Landesaktivitäten 2019
  • 10:15 – 10:30 Uhr Kassenbericht und Entlastung des Vorstands
  • 10:30 – 11:00 Uhr Wahl des Wahlleiters, Neuwahlen Kassenprüfer, Neuwahlen Vorstand
  • 11:00 – 12:00 Uhr Vortrag Bundesaktivitäten der AbL

  • 12:00 – 13:00 Uhr Mittagspause

  • 13:00 – 15:00 Uhr Vortrag von Frau Prof. Dr. Eva Lehndorff: „Humusaufbau: Speichermechanismen im Boden & Rolle im Klimawandel“

  • 15:00 – 16:00 Uhr Diskussion und Sonstiges

Kostenbeitrag: Im Betrag von 20 € pro Person sind enthalten: Ankunftskaffee, Teilnahme am Mittagsbüfett, Mineralwasser, Abschiedskaffee

Hiermit laden wir Dich/Euch recht herzlich ein.
Für den Landesvorstand
gez. Ralf Wey

Rückantwort: Bitte umgehend per Fax 02605/952732 oder Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Download der Einladung als PDF

Sehr geehrte Frau Klöckner,

ich nahm am 18. Januar 2020 an der Demonstration in Berlin teil. 25 000 Menschen und 170 Traktoren brachten zum Ausdruck, was mir als Nichtbäuerin schon lange auf der Seele brennt:

ES WIRD KEINEN KLIMAWANDELSTOP, KEINE VERBESSERUNG DER BIODIVERSITÄT, DER BODENQUALITÄT UND DES ZUSTANDES DES GRUNDWASSERS OHNE EIN RADIKALES UMDENKEN UND FAIRES BEHANDELN DER DURCH BAUERN BETRIEBENEN LANDWIRTSCHAFT GEBEN.

Dem öffentlich rechtlichen Fernsehen war diese Meinungsäußerung von Menschen genau zwei Minuten und 30 Sekunden wert. Davon erhielten Sie mit Ihren Worten an die Demonstranten den größten Teil. Von dieser Ihrer Aussage war ich zutiefst enttäuscht! Wie ist es möglich, sich hinter Forderungen der EU zu verstecken, die doch von gewählten Vertretern auch unserer Parteien und Ihrer Partei beschlossen wurden. Welche Konzepte gibt es überhaupt für die Landwirtschaft? Das Konzept des Bodenkaufes als Renditeanlage; das Konzept der Massentierhaltung, das den Boden verseucht und Medikamentenmissbrauch fördert, das Konzept der Förderung großer Agrargesellschaften, die die Biodiversität zerstören, mit Chemie jegliches Leben negativ beeinflussen ohne Rücksicht auf Verluste?

In der Westerwälder Zeitung wurden Sie zitiert und sprachen von einer „Bullerbü-Romantik“. Wieviel wissen Sie eigentlich von bäuerlichem Leben? Und wie mir gesagt wurde, ist dies eine besondere Lebensform. Die Bauern, die ich kenne, stehen an jedem Morgen - ob Sommer, ob Winter - früh auf und arbeiten lange. Sie kennen kein Wochenende und keinen Feiertag. Wenn doch einmal Zeit ist, schlagen sie sich mit bürokratischen Hürden herum, die ihnen Ämter auferlegen. Stets schwebt über ihnen das Damoklesschwert der Insolvenz, denn ihre Aufwendungen stehen in keinem Verhältnis zu den Preisen, die sie für ihre Produkte erlangen können, diktiert von großen Konzernen, die auf Gewinnmaximierung aus sind. Ich erlebte, wie durch Aufkauf des kleineren Molkereibetriebes die von den Milcherzeugern vorher gekündigte Molkerei zum erneuten Abnehmer wurde.

Foto: Theo Heimann

Als geborener Ostdeutschen sind mir große Flächen nicht unbekannt. Aber erst nach der Wende und dem Verlust der Fruchtfolge zugunsten von Silomais gab es Sandstürme, die Autofahrer das Leben kosteten und Bienen verschwinden laßen.

Wenn die Ziele der Groko zur Abwendung des Klimawandels kein leeres Gerede bleiben sollen, ist die faire und gleichwertige Behandlung aller bäuerlichen Wirtschaftsformen unablässig. Und es muss eine Daseinsvorsorge des Staates auch für künftige Generationen sein, die Vielfalt des Lebens, auch des menschlichen Lebens zu erhalten. Dabei kommt der Bauernschaft eine bedeutende Rolle zu.

Auch Bildung darf (wieder) einen größeren Stellenwert bekommt, damit es im Einklang mit den Verbrauchern zu Änderungen führt. Denn viele Konsumenten standen am Straßenrand und winkten und zeigten den Daumen nach oben oder nickten. Auf meinem Plakat stand: Faire Preise für eine faire Landwirtschaft! Am Trecker prangte: "Think Big, Farm Small".

Christiane Baller, Greifswald

 

Impressionen von der Großdemonstration in Berlin

(Fotots: Theo Heimann)

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Wir haben es SATT!! Berlin 18.01.2020

Was geht auf dem Hof?
Reinigung und Nachbau von Getreide

30. Januar 2020
10 – 16 Uhr
Haus Düsse, Bad Sassendorf

Mehr Information im Flyer!

 

... und hier:


Die ARBEITSGEMEINSCHAFT BÄUERLICHE LANDWIRTSCHAFT NRW (AbL NRW) lädt herzlich zur Tagung ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand“ statt, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert wird.

WAS GEHT AUF DEM HOF?

REINIGUNG UND NACHBAU VON GETREIDE

30. Januar 2020, 10 – 16 Uhr, Haus Düsse, Bad Sassendorf

Worum geht’s bei der Veranstaltung?
Aufbereitungsmaschinen wie Windsichter, Siebmaschinen und Zellenausleser reinigen Getreide, indem sie u.a. Steine, Staub, Pilze und Unkrautsamen entfernen. Die Aufbereitung findet jedoch immer weniger auf bäuerlichen Betrieben statt, sondern meist auf wenigen spezialisierten landwirtschaftlichen Betrieben oder beim Landhandel.

Eigene Getreidereinigungsmaschinen können weitere Wertschöpfung auf Bauernhöfen ermöglichen: Die Erzeugung von eigenem Saatgut für den Nachbau - auch seltener Sorten. Eine Basis-Getreidereinigung ist Voraussetzung für die Getreide-Lagerung auf dem Hof. Und durch die Aufbereitung können höhere Getreidequalitäten erzielt werden und besondere Produkte entwickelt werden, sodass weitere Vermarktungswege und höhere Erlöse möglich sind.

Bei der Veranstaltung wird über Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen für Getreidereinigung auf bäuerlichen Betrieben diskutiert mit folgenden Themen:

* WELCHE GETREIDEQUALITÄTEN WERDEN VON KUNDEN ERWARTET UND WELCHEN ARBEITSAUFWAND ERFORDERT DIES FÜR DIE GETREIDEREINIGUNG UND DEN VORRATSSCHUTZ?

* WELCHE GÜNSTIGEN AUFBEREITUNGSMASCHINEN GIBT ES FÜR BÄUERLICHE BETRIEBE?

* WAS SIND DIE RECHTE VON BÄUERINNEN UND BAUERN BEI DER AUFBEREITUNG VON ERNTEGUT?

* WIE KÖNNEN BÄUERLICHE BETRIEBE GEMEINSAM EINE AUFBEREITUNG ORGANISIEREN?

* WIE FÖRDERN KLEINBAUERN IN SÜDBRASILIEN MIT EIGENEM SAATGUT DIE NUTZPFLANZENVIELFALT?



PROGRAMM

10:00 Begrüßung

10:10 Getreide-Qualitätsansprüche des Kunden
(Dr. Bernd Nagel-Held, Eickernmühle, Lemgo)

10:55 Vorratsschutz und Erhaltung der Qualität bei der Lagerung
(Dr. Ulrike Hakl, Landwirtschaftskammer Pflanzenschutzdienst, Köln)

11:40 Bäuerliche Rechte bei Aufbereitung von Erntegut
(Jens Beismann, Rechtsanwalt Saat- und Sortenschutzrecht)

12:35 Mittagessen

13:35 Technik und Arbeitsaufwand von Getreidereinigung auf dem Hof
(Peter Angenendt, Biohof Angenendt-Strnad GbR und Münsterländer Saatgut OHG)

14:20 Kaffeepause

14:40 Kleinbauern in Südbrasilien - mit eigenem Saatgut Vielfalt
fördern
(Uwe Hartmeier, AbL NRW Brasilien Arbeitsgruppe)

15:05 Besichtigung Petkus Saatgutaufbereitungsmaschine (angefragt: Typ
K541 mit Sieben, Windsichtung, Zellenausleser, 1,25-1,75 t/h)
(Thomas Leonhardt, Vertrieb Petkus)

15:50 Abschluss

16:00 Ende der Veranstaltung

Am Stand des AbL Verlages sind die Zeitung „Unabhängige Bauernstimme“, der Kritische Agrarbericht und weitere Bücher und Publikationen erhältlich.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich möglichst bis zum 23.1.20 zur Tagung bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW an.
Kontakt: Svenja Holst,
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Telefon 02381-9053170,
Fax 02381-492221
Für Essen und Getränke wird ein Teilnehmerbeitrag von 5 € vor Ort erhoben.

Veranstaltungsort
Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse (Raum: Aula)
Adresse: Haus Düsse 2, 59505 Bad Sassendorf (Ortsteil Ostinghausen;
NICHT Oestinghausen)
Website: www.duesse.de/anfahrt.htm
Telefon: 02945-9890

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit Zug nach Soest oder Bad Sassendorf. Von dort aus fahren die Busse leider nur in großen Abständen zur Haltestelle „Ostinghausen Hauptstraße“ (Busplan www.nwl-info.de), sodass teilweise ein Taxi nötig ist. Von „Ostinghausen Hauptstraße“ 700m Fußweg nach Haus Düsse.

--
Svenja Holst

Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand
www.saatgut-vielfalt-in-bauern-und-gaertnerhand.de

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.
AbL Landesverband NRW
Bahnhofstraße 31
59065 Hamm
www.abl-nrw.de [2]
Tel.: 0 23 81 / 9 05 31 70
Mobil: 0176 / 57739363
Fax: 0 23 81 / 49 22 21
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Projekt "Saatgut: Vielfalt in Bauern- und Gärtnerhand"
wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung
Nordrhein-Westfalen

Pressemitteilung des AbL vom 17.10,2019

Zum heutigen EuGH-Urteil in Luxemburg in Sachen Nachbaurecht beim Saatgut

Mit Spannung haben heute viele Bauern auf den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg geschaut, wo ein weiteres wichtiges Urteil im seit 1998 währenden Streit um Auskunft der Bauern über ihren An- und Nachbau von Ackerfrüchten erwartet wird. Im aktuellen Fall hatte die Saatgut -Treuhandverwaltungs GmbH Bonn (STV) im Auftrag des Bund der deutschen Pflanzenzüchter (BDP) das Land Thüringen auf Herausgabe von Acker-Anbaudaten der Bauern in Thüringen verklagt, um effizienter an Anbaudaten der Bauern zu gelangen und Saatgut-Nachbaugebühren der Bauern einzufordern. Das zuständige Landesverwaltungsamt hatte dies verweigert. Das Landgericht Erfurt gab dem Landesverwaltungsamt in der ersten Instanz recht. Die STV ging in die Berufung und das Oberlandesgericht Jena hatte 2018 diese brisante Thematik dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zur Beurteilung vorgelegt. Der EuGH verneinte heute den Anspruch der STV und des BDP.

Die Interessengemeinschaft Nachbau und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. begrüßen das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg.

Georg Janßen, Geschäftsführer der AbL und der IG Nachbau kommentiert in einer ersten Reaktion das EuGH-Urteil:

„Seit 1998 kämpfen wir für das Jahrhundertalte Bauernrecht auf Nachbau von Saatgut und es lohnt sich. Viele Male sind wir erfolgreich beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe und dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg gewesen. Das heutige EuGH-Urteil ist eine kluge Entscheidung und ein weiterer wichtiger Etappensieg für unsere Interessengemeinschaft Nachbau sowie für die Bäuerinnen und Bauern. Für uns ist klar: Eine GmbH aus Bonn darf nicht auf Daten einer staatlichen Behörde zurück greifen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen und Nachbaugebühren für unser Saatgut zu kassieren. Dies sieht das höchste Europäische Gericht genauso."

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