Landhandelsunternehmen sollen sich künftig schriftlich von den Bauern bestätigen lassen, dass sie die die Nachbaugebühren für das Erntegut entrichtet haben. Ansonsten kann die Annahme des Erntegetreides verweigert werden. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. kritisiert den Bund der Deutschen Pflanzenzüchter (BDP) und sein Inkassounternehmen Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) scharf.

Martin Schulz, AbL-Bundesvorsitzender und Bauer aus Quickborn im Wendland:

Der Bund der Deutschen Pflanzenzüchter und die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH haben das Augenmaß verloren, um einen respektvollen Umgang mit uns Bäuerinnen und Bauern zu pflegen.(…)
Die AbL ruft (…) die Berufskolleginnen und Kollegen auf, das Gespräch mit den Landhandelsunternehmen zu suchen und keine Lieferantenerklärung im Sinne des BDP und der STV zu unterschreiben.

Zur Meldung: https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/abl-ruft-auf-keine-lieferantenerklaerungen-abzugeben-starke-datenschutz-und-kartellrechtliche-bedenken

Zur IG Nachbau: https://www.ig-nachbau.de/start

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Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Schafzucht Online meldet, dass das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 8. Mai 2024 den ersten BTV3 Fall in Rheinland-Pfalz nachgewiesen hat. Damit sind für das Bundesland die Bedingungen für den Status „frei vom Virus der Blauzungenkrankheit (Serotypen 1-24)“ nicht mehr gegeben:

In der Blutprobe einer Kuh aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm wurde der molekularbiologische Nachweis des Blauzungenvirus vom Serotyp 3 vom FLI bestätigt. Rheinland-Pfalz gilt damit, wie zuvor bereits Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und die Hansestadt Bremen nicht länger als BTV-frei. Bei der Verbringung von Tieren empfänglicher Arten aus Rheinland-Pfalz in BTV-freie Bundesländer müssen die folgenden Bedingungen beachtet werden: Die Tiere wurden mind. 14 Tage lang vor Vektorangriffen geschützt und wurden während dieses Zeitraums mit negativem Ergebnis einem PCR-Test unterzogen, der an Proben durchgeführt wurde, die mind. 14 Tage nach dem Zeitpunkt des Beginns des Schutzes vor Vektorangriffen entnommen wurden. Dies gilt beispielsweise auch für Tiere, die von Weiden in Rheinland-Pfalz in Betriebe oder auf Weiden benachbarter BTV-freier Bundesländer zurückverbracht werden sollen. Informationen zu aktuellen BTV-Zahlen finden Sie auf der Seite des Tierseucheninformationssystems TSIS.

Hier geht es zum Originalartikel!

Hier geht zum FLI!

Steckbrief BTV3 als PDF

Der Vorstand der
AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Der Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) macht in einer noch unveröffentlichten Stellungnahme zur geplanten „Vereinfachung“ der GAP deutlich, dass das größte Problem der Landwirte die ungerechte Verteilung der Gelder in den Wertschöpfungsketten ist, welches durch den aktuellen Vorschlag der Kommission gleichwohl weder angesprochen noch gelöst wird.

Er betont zudem, dass Umwelt- und Sozialstandards kein Ballast sind, sondern notwendiger Teil langfristig tragfähiger Lösungen. Er spricht er sich dafür aus, das Budget der Öko-Regelungen anzuheben.

Dazu Ottmar Ilchmann, Sprecher für Agarpolitik der AbL:

"Die Europäische Kommission geht mit ihrem Vorschlag am Kern der Probleme der Bäuerinnen und Bauern vorbei."

Zur Originalmeldung >>> https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/eu-parlament-und-rat-muessen-folgeabschaetzung-der-drohenden-verwaesserung-beauftragen

 

Der Vorstand der AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Beim Online-Stammtisch der AbL-Rheinland-Pfalz-Saar am 2.5. begeiterte Ottmar Ilmann eine gebannte ZuhörerInnenschaft aus AbLerInnen und Gästen.

Mit hoher Geschwindigkeit hatte die EU mit der Aufweichung von den GLÖZ-Regeln 1, 7 und 8 auf die Proteste der europäischen Bauernverbände reagiert. Bei deutscher Enthaltung fiel vor allem die Regel, 4% Brachland anzulegen weg (GLÖZ 8). Diese Regel war in der Vergangenheit schon mehrfach ausgesetzt gewesen. Auch Fruchfolgevorgaben (GLÖZ 7), die zum Beispiel reine Maisfruchtfolgen verhinderten, fallen weg. Für Grünland wird das Umbruchverbot (GLÖZ 1) so gelockert, dass Wiesen und Weiden in den Ländern in dem Maß umgebrochen werden können, wie die Tierhaltung rückläufig ist. Dabei werden beim Rückgang der Tierhaltung sogar Schweine und Hühner berücksichtigt, die meist gar nicht auf Grünland gehalten werden.

Und dann - es könnte fast eine AbL-Forderung gewesen sein: Betriebe unter 10 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche unterliegen keiner Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden mehr. Bei näherem Hinsehen wird aber klar, dass es sich auch hier wohl vor allem um einen Schnellschuss handelt: Unter diese Erleichterung fallen in Deutschland nur etwa 3 % aller Betriebe, in der gesamten EU sind es dagegen sind es fast zwei Drittel. Da stehen wir also mit unserer Landwirtschaft im europäischen Vergleich! Und ist ein 10-ha Gemüsebau- oder Sonderkulturbetrieb wirklich so klein, dass er von Kontrollen ausgenommen werden kann, die bei einem etwas größeren Grünlandbetrieb weiterhin durchgeführt werden?

Zur den Regeländerungen gab es keine Einspruchsmöglichkeit und bemerkenswert wenig Widerstand von Nichtregierungsorganisationen.

Ottmar Ilchmann dazu: "Es wurden Produktionshemmnisse beseitigt, statt - wie versprochen - Bürokratie abgebaut. Zur Unterstützung der Landwirtschaft wären aber eigentlich Marktlösungen erfoderlich gewesen."

Die StammtischteilnehmerInnen drückten ihre Besorgnis darüber aus, dass mit der Aufweichung der GLÖZ-Regeln die Erreichung der Klima- und Biodiversitätsziele unwahrscheinlicher werden. Ob sich die Regeländerungen in Rheinland-Pfalz auswirken, hängt auch von der Landesgesetzgebung ab. So ist der Schutz von Dauergrünland schon seit über 10 Jahren in Rheinland-Pfalz über das Landesnaturschutzgesetz umgesetzt. Und welche Auswirkungen der Kontrollen-Verzicht bei Kleinbetrieben haben wird, könnte spannend zu beobachten werden. Umwelt- und Sozialstandards sind aus Sicht der AbL kein Ballast, sondern notwendiger Teil langfristig tragfähiger Lösungen

Die AbL Rheinland-Pfalz-Saarland dankt Ottmar Ilchmann für den ruhig vorgetragenen, kurzweiligen und informativen Impulsvortrag.

Siehe auch: https://www.abl-ev.de/apendix/news/details/die-abgeordneten-muessen-die-aufweichung-ablehnen

 

Der Vorstand der AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

Zählt da wirklich jeder Hof?

BauernstimmeDas haben wir uns gefragt, als wir uns die Hofgründungsförderungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland angesehen haben. Unsere eher kritische Einschätzung haben wir in einem Artikel in der aktuellen Bauernstimme  aufgeschrieben.

Hier den Artikel als PDF herunterladen.

Andere Bundesländer sind gerade dabei, ähnliche Förderprogramme wie bei uns aufzulegen. Vielleicht lässt sich das, was bei uns nicht so gut ist, dort besser machen. Trotzdem: Rheinland-Pfalz und Saarland waren an diesem Punkt Vorreiter - Chapeau!  

Wir möchten nun herausfinden, wie die Programme in unseren Bundesländern nach etwas über einem Jahr Laufzeit angenommen wurden. Die Ergebnisse unserer Anfragen an die Ministerien werden wir hier vorstellen.

Lust an diesem Thema mitzuarbeiten? Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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Holger Hellwig und Marlene Herzog

Die solawi Mainz  feierte mit vielen Gästen, Verkaufs- und Informationsständen ihren Saatguttag am 28.4.2024. Als Referent trug Dr. Johannes Kotschi von OpenSourceSeeds.org  zum Thema "Saatgut als Gemeingut schützten - die Open-Source Strategie" zu einem für die solawi aktuellen Thema vor.

Der Vortrag auf der Veranstaltung wurde durch die AbL-Rheinland-Pfalz-Saarland finanziell unterstützt.

Ein Veranstaltungsbericht findet sich auch in der Allgmeinen Zeitung Mainz

Der Vorstand der AbL Rheinland-Pfalz-Saarland

 

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